Medizinische Geräte in der Kinderpoliklinik eingetroffen

Auch dieses Jahr konnten wir wieder die zentrale Kinder-Poliklinik in Gomel unterstützen. Wir lieferten mehrere Geräte zur Augenuntersuchung und einen Hochfrequenzsensor für Ultraschalluntersuchungen. Die Lieferungen hatten einen Wert von 10.324 Euro. Die Ärzte und Ärztinnen sind voller Dankbarkeit. Dr. Tatjana Solodkaja, die Chefärztin, und Dr. Pintschuk, ihr Vorgänger, schreiben: “ Wir freuen uns sehr über eine erfolgreiche Vollendung der Aktion. Jetzt können die Kinder und Jugendlichen der Stadt Gomel mit Euren Geräten besser und genauer diagnostiziert und behandelt werden. Ohne Eure Unterstützung wäre das kaum möglich, gerade in diesen Zeiten.“
Wir sind sehr froh, diese Unterstützung auch in Zeiten der Pandemie und der politischen Konflikte in Belarus ermöglicht zu haben. Wir haben der Klinik das Geld zur Verfügung gestellt, so dass die Geräte von Firmen in Belarus geliefert werden konnten. Hier Bilder vom Einsatz: weiterlesen…

Mitgliederversammlung-Vorstandswahl-Finanzplan

v.l.n.r: Christoph Rau, Heinrich Korn und Alfred Merkle

Mit Abstand: MV in der Paul-Gerhard-Kirche

Corona-bedingt konnte die Mitgliederversammlung nicht wie geplant im April sondern erst am 24.Juni stattfinden. Um genug Abstand halten zu können, wurde sie in die Paul-Gerhard-Kirche in Ludwigsburg verlegt.
Wichtigste Punkte waren nach dem Bericht des Vorstandes der Beschluss des Finanzplanes 2020 und die Wahlen zum Vorstand. Der bisherige Vorstand mit Heinrich Korn und Christoph Rau als erstem bzw. zweiten Vorsitzenden und Alfred Merkle als Finanzreferent wurde einstimmig wiedergewählt. Die im Finanzplan enthaltenen 112.000 Euro ermöglichen die Fortsetzung der medizinischen Hilfe für Gomel, der Sozialarbeit im Bezirk Wetka und weitere Kindererholungsmaßnahmen im Zentrum Nadeshda. Dieses ist wegen der Corona-Pandemie derzeit in einer äußerst schwierigen finanziellen Situation. Die Ausgaben für zusätzliche Hygiene-Maßnahmen sind gestiegen und die Auslastung stark gesunken. Statt wie in den Vorjahren, wo in der Sommerzeit die Häuser, die Ferienanlage Wilia und das Zeltlager zu fast 100 % belegt waren, sind es derzeit nur stark 60 %. Schon jetzt ist ein Defizit von rund 100.000 Euro aufgelaufen. Die Mitglieder hörten diese Nachrichten mit großer Besorgnis. Sie waren sich aber einig, alles zu unternehmen, um das Weiterbestehen von Nadeshda zu ermöglichen und gegebenenfalls Nothilfe zu leisten.

Corona-Einschränkungen treffen auch unseren Verein

Covid-19 Erreger
Quelle: Wikimedia

Die Corona-Pandemie hat auch unseren Verein erreicht. Zwar ist Gott sei Dank noch kein Mitglied der „Freunde der Kinder von Tschernobyl Württemberg“ betroffen, aber unsere Aktivitäten sind deutlich eingeschränkt.
Das gilt nicht für unsere medizinische Hilfe und die Kindererholungsmaßnahmen.
Derzeit läuft das langwierige  Bestellverfahren für eine größere Lieferung von Krebsmedikamenten für die Kinderhämatologie im Wert von 30 000 Euro. Auch die von uns geförderten Kindererholungsmaßnahmen werden wie geplant durchgeführt. Im zweiten Quartal kommt die erste Gruppe nach Nadeshda. Anfang August werden 20 Kinder der Elterninitiative 23 unbeschwerte Tage im Kindererholungszentrum verbringen können.
Wir hoffen sehr, dass die Pandemie nicht auch in Belarus Maßnahmen nötig macht, die in unserem Land derzeit unsere Bewegungsfreiheit einschränken und das übliche Leben fast zum Stillstand bringt. Am Abend des 3. April gab das laut der Übersicht der John-Hopkins-Universität in Belarus 351 Infizierte. Die Zahl ist in den letzten Tagen deutlich angestiegen. Wir beobachten die Entwicklung mit Sorge.
Abgesagt werden musste die für 20. April geplante Jahreshauptversammlung des Vereins. Sie wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
Auch die Info-und Begegnungsreise, an der von 6.bis 12. Mai 4 Mitglieder teilnehmen und Gomel, Wetka und das Kinderzentrum Nadeshda besuchen wollten, kann nicht stattfinden. Es gibt derzeit keine Flüge nach Minsk. Und wer nach Belarus einreisen will, muss zuerst 14 Tage in Quarantäne. Auch wäre ein Besuch in den mit uns zusammenarbeitenden Kliniken derzeit nicht möglich. Auch in Weißrussland gilt wie bei uns ein Betretungsverbot.
Wir wünschen unseren Freunden in Belarus, unseren Spenderinnen und Spendern und unseren Mitgliedern, dass sie bewahrt bleiben von dieser schlimmen Seuche und gesund bleiben.

 

Unsere Planungen für 2020

Beflügelt durch die positive Spendenenentwicklung konnten die Mitglieder des AK Weißrussland bei einer Sitzung am 29.1.2020 mit den Planungen beginnen: Die Mehreinnahmen sollen zeitnah den Kindern in der verstrahlten Region zugute kommen. Um die Kontakte zu vertiefen und eine gute Abstimmung zu gewährleisten, sind verschiedene Reisen nach Belarus geplant, u.a. eine Info-Reise in der Zeit nach Ostern. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, kann mit uns Kontakt aufnehmen.
Lesen Sie Näheres über die Planungen.
weiterlesen…

Weihnachtsfeiern und Dank der Elterninitiative in Gomel

Aus Gomel erreichten uns dieser Tage Bilder und ein Dankesbrief der Elterninitiative:

Unsere lieben Freunde aus Stuttgart!
Was kann für die Eltern wichtiger sein als ihre Kinder? Als Gesundheit ihrer Kinder? Als ihre Emotionen und ihr Glück? Alles zu tun, was für das Glück des Kindes notwendig ist, ist am wichtigsten, vor allem wenn deinem Kind eine schwere Krankheit zuteilgeworden ist. Solche Kinder müssen viel aushalten, während sie die kompliziertesten Therapien, verbunden mit Schmerz und Leid, durchmachen. Unsere Ärzte tun ihr Bestes, was sie können, um die Kinder auszuheilen, damit sie wieder ein vollwertiges Leben führen und ihre Krankheit vergessen können.Wir bemühen uns auch, die Leiden der Kinder zu mildern und ihnen, wenn auch selten, Feststimmung und solch bitter nötige positive Emotionen zu schenken. Eines von solchen Festen ist das Weihnachtsfest und Neujahr!

weiterlesen…

Mischka – eine schöne Weihnachtsgeschichte

MIschka mit Chefärztin Irina Romaschewskaja und mit ihren Mitarbeiterinnen.

„Die Herkunft des Bären Mischka liegt im Dunkeln. Es kann vermutet werden, dass er in einer ausländischen Manufaktur das Licht der Welt erblickte. Er sollte als Werbefigur für ein Unternehmen tätig sein. Das war wohl auch für eine kurze Zeit der Fall. Offensichtlich hatte er schnell ausgedient, denn ein Firmenmitarbeiter nahm ihn makellos mit und schenkte ihn dem Kindergarten seiner Tochter. Der Bär  war dort zwar kurzfristig eine Sensation,  aber die Kinder gewöhnten schnell an ihn und als der Kindergarten schon bald  danach aus Altersschwäche geschlossen wurde, hatte er keine Aufgabe mehr. Durch Zufall kam  Mischka zu seiner eigentlichen Berufung. Er soll für die Kinder einer Krebsstation im weißrussischen Gomel konstanter Ansprechpartner für alle Nöte und Sorgen sein. Nach 38 Stunden Fahrzeit auf dem Rücksitz eines Fahrzeugs, mit dem auch ein Mitglied unseres Vereins reiste, kam er unversehrt auf der Hämatologiestation in Gomel an. Schon auf dem Weg war er ein Sympathieträger. Die weißrussische Zollbeamtin, die  mit strengem Blick und großem Eifer die Interessen ihres Staates an der territiorialen Grenze vertat, ließ es sich nicht nehmen, in einem scheinbar unbeobachteten Moment, Mischka zu streicheln. Auf dem Weg ins Krankenhaus freuten sich Kinder, die ihre kranken Geschwister besuchten. Auf der Krebsstation wurde der neue Mitarbeiter herzlich begrüßt.“
Wir wünschen Mischka alle Gute bei seiner Aufgabe, die zu den wichtigsten gehört, die es auf dieser Welt gibt: In kranken Kinder positive Emotionen auslösen.
Geschichte erzählt von Heinrich Korn.

 

 

 

Unsere Aktivitäten 2019

25 Jahre Kindererholungszentrum Nadeshda

Bei der Mitgliederversammlung am 3. April gab es nicht nur einen Rückblick über die Aktivitäten der „Freunde“ im letzten Jahr. Beraten und beschlossen wurde vor allem der Finanzplan 2019. Mit 85 000 Euro können 2019 die Kinder von Tschernobyl unterstützen und Projekte fördern. Neben der Lieferung von Medikamenten und der Finanzierung von Erholungsmaßnahmen stehen auch persönliche Begnungen mit den Partnern an. Höhepunkt wird das 25-jährige Jubiläum von Nadeshda sein.. weiterlesen…

Am 32.Jahrestag in Gomel

Vor der Klinik für Tschernobylfolgen

Es war gewiss kein Zufall, dass die diesjährige Info-Reise zum 32. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe stattfand. Am 26.April war eine 5-köpfige Delegation der „Freunde der Kinder von Tschernobyl“ in Gomel und besuchte neben dem Kindererholungszentrum Nadesdha auch die Klinik, die besonders zur Behandlung der Opfer der Reaktorkatastrophe gebaut wurde.
weiterlesen…

Gute Nachrichten aus Nadeshda: Der Weiterbau der Schwimmhalle und der Bäderabteilung macht Fortschritte

Gleich zu Beginn des neuen Jahres gibt es vom Kindererholungszentrums Nadeshda gute Nachrichten. Der Weiterbau des Schwimmhalle und Bäderabteilung macht sichtbare Fortschritte. Dank günstiger Witterungsverhältnisse konnte auch in den letzten Wochen weitergebaut werden. Wir freuen uns, dass aus der Bauruine in absehbarer Zeit eine Einrichtung wird, die das Therapie-und Sportangebot deutlich erweitert. Sehen Sie dazu Bilder. weiterlesen…

Ultraschallgerät funktioniert ausgezeichnet

Gestern erreichte uns aus Gomel eine erfreuliche Nachricht: Dr. Pintschuk bedankt sich im Namen der Kinderpoliklinik Gomel ganz herzlich für das von uns im Juni geliefertete Ultraschall-Untersuchungs-Gerät. „Die Ärzte leisten mit dem Gerät hervorragende Arbeit bei der Behandlung von Kindern. Es hat ausgezeichnete Möglichkeiten und man kann damit sehr gute Untersuchungen machen.“
Es hat einen Wert von rund 30 000 Euro. Wir freuen uns über das tolle Echo und fühlen uns in unserer Arbeit ermutigt. Hier einige Bilder aus dem Klinik-Alltag. weiterlesen…