Solidaritätsadresse an die Mitarbeitenden von Nadeshda

Schon kurz nach der Veröffentlichung des Friedensaufrufes zahlreicher Mitarbeitenden hat der Vorstand unseres Vereins einen Brief verfasst, in dem die Verbundenheit mit den Unterzeichnern ausgedrückt ist.
Der Brief hat folgenden Wortlaut:

An die Geschäftsleitung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kindererholungszentrum Nadeshda
Sehr geehrter Herr Direktor Makuschinski, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
seit vielen Jahren unterstützen die Freunde der Kinder von Tschernobyl im evangelischen Männernetzwerk die Arbeit des Kindererholungszentrums Nadeshda mit Sach- und Geldmitteln, die Bürgerinnen und Bürger aus der Region Stuttgart gespendet haben. Sie, sehr geehrte Damen und Herren, haben mit Ihrer Arbeit diese Spenden zum Wohl der Kinder umgesetzt.
Sie haben Nadeshda in den letzten Jahrzehnten ständig weiterentwickelt, modernisiert und erfolgreich zu einer Vorzeigeeinrichtung in Belarus gemacht.
Wir verfolgen momentan die Vorgänge in Ihrem Land mit großer Aufmerksamkeit und Sorge und wollen Ihnen allen unsere Verbundenheit zum Ausdruck bringen.
Jetzt haben Sie sich zu Wort gemeldet und gezeigt, dass Sie am bürgerschaftlichen Dialog aktiv teilnehmen und Stellung beziehen. Das verdient Anerkennung und Respekt.
Wir wünschen und hoffen sehr, dass Sie und alle Bürgerinnen und Bürger in Belarus einen Weg finden die Zukunft des Landes gewaltfrei und einvernehmlich zu gestalten.
Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit fortzusetzen und auf ein Wiedersehen.
Wir sind in unseren Gedanken und Gebeten mit Ihnen verbunden.
Freunde der Kinder von Tschernobyl
Für den Vorstand
Heinrich Korn

Gute Nachrichten aus dem Kinderzentrum

Ankunft am Wohnhaus

Heute errreichte uns vom Kinderzentrum „Nadeshda“ folgende Nachricht:
„Das Zentrum ist seit 15. Juni 2020 wieder in Betrieb. Wahrend dieser Zeit haben wir schon einige Projekte zur Kurbehandlung und Erholung der Kinder durchgefuhrt. Naturlich fordert die Arbeit in diesen nicht einfachen Bedingungen nicht nur zusatzliche Finanzausgaben, sondern auch zusatzliche psychologische, seelische Bemuhungen von jedem Mitarbeiter.
Die Hygienedienste kontrollieren die Arbeit des Zentrums jeden Tag, was die zusatzliche Anstrengung bringt, weil einige Aspekte dieser Kontrolle eine formelle Natur sind und von der wichtigen und notigen Arbeit ablenken.
Es gibt im Zentrum keine positiven Corona-Falle und wir hoffen, dass Gott uns behuetet und hilft, ruhig diese komplizierte Zeit zu überleben.
Die Gruppe aus der Elterninitiative an der Kinderhämatologie Gomel „Kinderhamatologie“ ist am Dienstag, 4. August im Kinderzentrum angekommen.  Der Arzt hat schon die Kinder untersucht. Die medizinischen Anwendungen sind schon verschrieben. Die Kinder haben aktiv die Erholung bekommen.“

Wir wünschen der Gruppe einen unbeschwerten Aufenthalt und dem Zentrum eine möglichst prolbemlose Arbeit in diesen schwierigen Zeiten.

Mitgliederversammlung-Vorstandswahl-Finanzplan

v.l.n.r: Christoph Rau, Heinrich Korn und Alfred Merkle

Mit Abstand: MV in der Paul-Gerhard-Kirche

Corona-bedingt konnte die Mitgliederversammlung nicht wie geplant im April sondern erst am 24.Juni stattfinden. Um genug Abstand halten zu können, wurde sie in die Paul-Gerhard-Kirche in Ludwigsburg verlegt.
Wichtigste Punkte waren nach dem Bericht des Vorstandes der Beschluss des Finanzplanes 2020 und die Wahlen zum Vorstand. Der bisherige Vorstand mit Heinrich Korn und Christoph Rau als erstem bzw. zweiten Vorsitzenden und Alfred Merkle als Finanzreferent wurde einstimmig wiedergewählt. Die im Finanzplan enthaltenen 112.000 Euro ermöglichen die Fortsetzung der medizinischen Hilfe für Gomel, der Sozialarbeit im Bezirk Wetka und weitere Kindererholungsmaßnahmen im Zentrum Nadeshda. Dieses ist wegen der Corona-Pandemie derzeit in einer äußerst schwierigen finanziellen Situation. Die Ausgaben für zusätzliche Hygiene-Maßnahmen sind gestiegen und die Auslastung stark gesunken. Statt wie in den Vorjahren, wo in der Sommerzeit die Häuser, die Ferienanlage Wilia und das Zeltlager zu fast 100 % belegt waren, sind es derzeit nur stark 60 %. Schon jetzt ist ein Defizit von rund 100.000 Euro aufgelaufen. Die Mitglieder hörten diese Nachrichten mit großer Besorgnis. Sie waren sich aber einig, alles zu unternehmen, um das Weiterbestehen von Nadeshda zu ermöglichen und gegebenenfalls Nothilfe zu leisten.