Ultraschallgerät in Gomel angekommen

Gomel. Mitte Juni kam das von uns finanzierte, hochwertige Ultraschallgerät für die Kinderpoliklinik in Gomel an. Transportiert wurde es zusammen mit anderen Hilfsgütern von einer befreundeten Tschernobyl-Initiative aus München. Mit dabei war auch unser Vorsitzender Heinrich Korn.

Von 12.bis 21.Juni dauerte der Transport von München aus. .
Mit an Bord waren auch das ca 30.000 Euro teure Ultraschallgerät.  Nach der Zollfreigabe wird es in einer der 7 Gomeler Kinderpolikliniken zum Einsatz kommen. In diesen Polikliniken geschieht die ganze ambulante medizinische Versorgung der Kinder. Jede Klinik ist für ca 20 000 Kinder zuständig.

Das noch verpackte Ultraschallgerät

Zusammen mit dem Gerät wurde auch ein  umfassendes Betriebshandbuch auf Russisch überreicht. Für die Wartung in Belarus ist gesorgt.

Zusätzlich an Bord waren 10 Mikroskope und eine Mikroskopkamera für das Gymnasium in Wetka. Mit ihm ist unsere Inititative seit vielen Jahren verbunden ist. Diese Geräte sollen den naturwissenschaftliche Unterricht in der Schule verbessern. Wetka liegt am Rande einer hochbelasteten Zone.

Vitali Sheltonogin im Gespräch mit Tatjana Pomoschenko von der Schulverwaltung Wetka

Der neue Schulleiter Vitali Sheltonogin war über die Lieferung höchst erfreut, genauso wie überdie Mitteilung, dass wir den Aufbau eines Deutschkurses an der Schule unterstützen und fürs Erste 2500 Euro für die Anstellung einer Deutsch-Lehrkraft.
Über de Besuch erscheint wenige Tages später ein Artikel in der Lokalpresse. (Diesen Artikel werden wir demnächst veröffentlichen, wenn wir eine Übersetzung vorliegen haben.)

Heinrich Korn hat während seines Aufenthaltes in Gomel noch weitere Einrichtungen besucht.
Besonders eindrücklich war für ihn der Besuch eines Internates für 130 Waisen und Kindern, die nicht in ihren Familien leben können in Babitschi (bei Kalikowitschi). Die Einrichtung ist sehr gut geführt. Eine Holzwerkstatt baut Tische und Stühle und in einer Metallwerkstatt werden nach Abbildungen in Büchern Ritterrüstungen gebaut um Fertigkeiten in Holz- und Metallverarbeitung zu vermitteln. Es sind im Holz- und Metallbereich fast keine Maschinen vorhanden. Größtes Problem des engagierten Leiters sind fehlende Schuhe für die Kinder. Schuhe werden sonst von Familienangehörigen gekauft. Waisen haben diese Möglichkeit nicht. Tatsächlich sehe ich einen Jungen, dem die Zehen vorn aus den Schuhen schauen. Wir würden uns freuen, wenn wir Spenderinnen und Spender füroder von neuen oder sehr gut erhaltenen Kinderschuhen erhielten (bis Größe 42).

Weitere Stationen waren die Schule Switilowitsch (nördlich von Wetka am Rande der geräumten Zone). Die Schule ist in keinem guten Zustand.  Größtes Problem ist die Schulküche. Die Kippbratpfannen sind kaputt.

Hier einige weitere Bilder von der Reise

 

 

 

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