Zur Lage von Nadeshda

Am 16. November fand die „Perspektivkommission“ und die Mitgliederversammlung der „Freunde Nadeshdas“ per  Videokonferenz statt. Heinrich Korn, unser 1. Voritzender, berichtet:
„In einer langen Konferenz. haben wir uns mit der Leitung des Kindererholungsheims Nadeshda über die aktuelle Situation ausgetauscht. Als Mitträger der Einrichtung ist es uns wichtig, auch während der pandemiebedingten Reiseeinschränkungen in engem Kontakt zu bleiben. Die Planungen des Erholungsheims für dieses Jahr konnten wegen Corona nicht realisiert werden. Zwischen April und Juni durften keine Kinder aufgenommen werden. Die Leitung von Nadeshda hat beschlossen, die Gehälter, trotz der Einnahmeverluste, weiter zu bezahlen. Nach der Öffnung am 13.6.2020 lief er Betrieb der Kindererholung deshalb normal weiter. 93% der danach angemeldeten Kinder sind zur Erholung gekommen. Die Eltern hatten den Aufenthalt als weniger gefährdend für ihre Kinder angesehen als in der häuslichen Umgebung. Das dennoch entstandene Defizit soll durch Einschränkungen bei den Investitionen ausgeglichen werden.
Ungeachtet der schwierigen politischen Situation in Belarus, die den Alltag der Menschen zusätzlich stark belastet, kommen weitere Herausforderungen auf das Kinderzentrum zu. Ein großes Problem ist die Gewinnung von Personal im medizinischen Bereich. Die zwar idyllische aber einsame Lage führt dazu, dass Personal weite Wegstrecken zum Arbeitsplatz in Kauf nehmen muss. Hinzu kommt, dass die Gehälter von Nadeshda unter dem allgemein üblichen Niveau liegen. Letzteres soll jetzt geändert werden. Die dadurch höheren Ausgaben erhöhen naturgemäß den Druck auf die Einnahmenseite oder auf Sparmaßnahmen an anderer Stelle. Der Staat hat zudem neue Vorschriften erlassen, die die Erweiterung der Mensa erforderlich machen. Der Mindestabstand von Tischen und Stühlen wurde erhöht-
Wir sind froh, dass die Leitung des Kinderzentrums sich den Problemen stellt und stetig nach Verbesserungen sucht. Wir sind auch froh, so unmittelbar an den Entscheidungen beteiligt zu sein und beraten zu können. Zu guter Letzt aber sind wir froh, Sie als unsere Spenderinnen und Spender hinter uns zu wissen:“

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