Intensive Beratungen beim Klausurtag

Am Samstag, 3. Dezember trafen sich 15 Mitglieder unserer Initiative in Stuttgart, um über die Erfahrungen in den zurückliegenden Monaten und über die Zukunft unserer Initiative zu beraten. In ruhiger und konzentrierter Atmosphäre gab es einen offenen und kritischen, insgesamt aber sehr konstruktiven Austausch….

Rückmeldungen zu Nadeshda

Zufrieden zeigten sich die Mitglieder über die Zusammenarbeit mit dem Kindererholungszentrum Nadesdha, das seit einigen Jahren neben der medizinischen Hilfe ein zweiter Schwerpunkt unserer Hilfe ist. Wir finanzieren dort die Erholung von Kindern aus der Region Gomel und Wetka und unterstützten den Ausbau des Zentrums auf vielfältige Weise. Dazu gehörte auch die Lieferung einer leistungsfähigen Spülmaschine, die uns von einer befreundeten Firma gespendet wurde, oder der ansehnliche Beitrag für den Bau der für 2017 geplanten großen Fotovoltaik-Anlage, die zur Konzeption von 100% erneuerbarer Engergie gehört. Sie soll nicht nur eine zusätzliche Einnahmequelle sein, sondern stellt auch ein Zeichen gegen die Gefahren der Atomkraft dar. Wir schätzen es sehr, dass wir von den Nadeshda-Verantwortlichen stets auf dem Laufenden gehalten werden und auch präzise Nachweise über die Verwendung unserer Spenden erhalten.

Erfreulich war nach Meinung der Mitglieder auch die Zusammenarbeit mit der Elterninitiative in Gomel, die mit der Kinderhämatologischen Abteilung des großen Behandlungszentrums für Tschernobyl-Folgen verbunden ist. Dasselbe gilt auch für die Arbeit der Psychologinnen, die Eltern und Kinder in der Kinderhämatologie betreuen. Positiv bewertet wurde auch die Verbindung mit dem Gymnasium in Wetka. Dieser Schule haben wir im Juni 10 Laptops überreicht. Damit tragen wir dazu bei, dass dort die Ausbildung der Jugendlichen im Bereich Zukunftstechnologie EDV und Internet weiterentwickelt werden kann. Auch die Zusammenarbeit mit der Neonatologie der Bezirkskinderklinik unter Leitung von Dr. S.Koval und einer großen Kinderpoliklinik in Gomel wurden posititiv gesehen. Dieser wurde von uns im Herbst ein hochwertiges Gerät zur Augenuntersuchung im Wert von 6000 Euro zur Verfügung gestellt.

Vorsitzender Korn vor den Rückmeldungen zur Arbeits des Arbeitskreises

Kritisch und kontrovers wurde über die Lieferung von
Medikamenten an die verschiedenen Kliniken in Gomel diskutiert. Wie schon verschiedentlich berichtet, wurden in den letzten Jahren die Zollformalitäten  immer komplizierter. Dazu kam, dass die „Dienste für ärztliche Mission“  in Tübingen (DifäM) ihre Apotheke geschlossen hat. So hatten wir keinen Medikamenten-Lieferanten mehr. Der Versuch,  direkt in Weißrussland die von uneren Partnern gewünschten Medikamente einzukaufen, ist fehlgeschlagen. Daher stellten einige Mitglieder die Frage, ob wir überhaupt noch Medikamente liefern und unsere Hilfe auf andere Schwerpunkte verlagern sollten. Ergebnis der Diskussion: Im Frühjahr 2017 wird ein neuer Versuch gemacht, die von der Kinderhämatologie gewünschten und dringend benötigten Medikamente zur Leukämiebehandlung nach Gomel zu bringen. Neuer Lieferant wird die „Aktion Medeor“ in Tönsivorst bei Viersen sein. Eine befreundete Gruppe aus München hat sich bereiterklärt, die Lieferung nach Gomel zu transportieren. Im Semptember 2017 Herbst sollen dann die Erfahrungen ausgewertet und über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Deutlich wurde am Klausurtag, dass die Motivation der Mitglieder trotz aller Schwierigkeiten nach wie vor hoch ist. Sie speist sich aus dem Bewusstsein, dass die von Tschernobyl betroffenen Kinder weiter Hilfe brauchen,  dem positiven Echo unserer Partner in Belarus, dem Wissen, dass unsere Partner zuverlässig sind, sowie nicht zuletzt auf der Erkenntnis, dass die Spendenbereitschaft vieler Freunde und Freundinnen nach wie vor groß ist. Wie Klaus Wagner mitteilte, bewegt sich der Spendeneingang 2016 auf der Höhe des Vorjahres. Damals waren es rund 125 ooo Euro – eine unglaublich tolle Summe.

 

 

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